Der Divan – Das Arabische Kulturhaus und die Staatsbibliothek zu Berlin (Stabi) geben den Start einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe bekannt, die sich arabischen Handschriften als zentralem Bestandteil des globalen kulturellen Erbes widmet. In einer Reihe von Diskussionsrunden werden renommierte Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen die Bedeutung arabischer Handschriften aus historischer, sozialgeschichtlicher, literarischer und naturwissenschaftlicher Perspektive beleuchten.
Im Mittelpunkt der Kooperation stehen Themen wie die Geschichte von Bibliotheken, Handschriften als sozialgeschichtliche Quellen, Pharmazie und Naturwissenschaften, Astronomie, arabische Sprache und Literatur sowie arabische Geschichte. Ziel der Reihe ist es, wissenschaftliche Forschung, kulturelle Vermittlung und aktuelle Fragen der Digitalisierung miteinander zu verbinden und einem breiten, interessierten Publikum zugänglich zu machen. Eine Präsentation ausgewählter Original-Handschriften aus der Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin ist ebenfalls geplant.
Zu den eingeladenen Expertinnen und Experten zählen unter anderem Beatrice Gründler (Berlin), Boris Liebrenz (Leipzig), Said Aljoumani (Hamburg), Regula Forster (Tübingen), Ayman Atat (Braunschweig), Colinda Lindermann (Berlin), Claudia Ott (Göttingen), Johannes Stephan (Berlin), Konrad Hirschler (Hamburg) und Feras Krimsti (Gotha) – allesamt ausgewiesene Fachleute auf den Gebieten der Arabistik, Handschriftenkunde, Geschichte und Digital Humanities. Christoph Rauch, Leiter der Orientabteilung an der Staatsbibliothek zu Berlin, wird die Veranstaltungen moderieren.
Die Staatsbibliothek zu Berlin bewahrt mit mehr als 11.000 Bänden die umfangreichste Sammlung arabischer Handschriften in Deutschland. Die ältesten Schriftzeugnisse stammen aus dem 7. Jahrhundert. Mit kontinuierlicher Digitalisierung und dem Aufbau des orientalischen Handschriften-Portals „Qalamos“ trägt sie wesentlich zur Vermittlung dieses ihr anvertrauten schriftlichen Kulturerbes bei. „Diese Kooperation versteht sich als Einladung zum Dialog: zwischen Disziplinen, Institutionen und Öffentlichkeiten. Arabische Handschriften sind nicht nur historische Dokumente, sondern lebendige Zeugnisse kultureller Vernetzung, intellektueller Dynamik und wissenschaftlicher Innovation über Jahrhunderte hinweg. Indem wir diese Schätze gemeinsam erschließen und in aktuelle Diskurse einbinden, schaffen wir neue Zugänge für die Forschung, für die Öffentlichkeit und für zukünftige Generationen“, sagt Direktor des Divan Dr. Lorans Al Hennawi.
Der Auftakt der Reihe findet am 12. März 2026 in der Staatsbibliothek zu Berlin statt. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Beatrice Gründler über das Thema „Kalila wa-Dimna und Digital Humanities“, der einen Einblick in die Verbindung klassischer arabischer Literatur mit digitalen Forschungsmethoden geben wird.
Die Diskussionsreihe erstreckt sich über mehrere Monate und findet überwiegend im Divan statt. Die Eröffnung der Reihe ist an der Stabi geplant und ihren feierlichen Abschluss bildet eine Veranstaltung im Rahmen der Divan Buchmesse im Oktober 2026, bei der die Ergebnisse und Impulse der Reihe zusammengeführt und einem erweiterten Publikum präsentiert werden.
Mit dieser Kooperation setzen Der Divan – Das Arabische Kulturhaus und die Staatsbibliothek zu Berlin ein starkes Zeichen für den interdisziplinären Dialog und die nachhaltige Sichtbarmachung arabischer Wissens- und Schriftkulturen in Gegenwart und Zukunft.
Kontakt:
www.derdivan.org
christoph.rauch@sbb.spk-berlin.de
https://staatsbibliothek-berlin.de/











































