Am Donnerstag, den 26. März 2026, lud Der Divan – Das Arabische Kulturhaus anlässlich des Welt-Autismus-Tages zu einem Roundtable ein, der sich den Perspektiven auf Autismus widmete. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung in unsere Räumlichkeiten, um gemeinsam über gesellschaftliche Wahrnehmungen, Herausforderungen und Chancen im Umgang mit Neurodiversität ins Gespräch zu kommen.
Der Abend wurde durch eine Rede des Botschafters von Katar und Beiratsvorsitzender des Divan S.E. Abdalla Al Hamar eröffnet, in der er die Bedeutung eines offenen gesellschaftlichen Dialogs über Autismus und Inklusion hervorhob. In seinen Worten betonte er, wie wichtig es sei, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Räume zu schaffen, in denen über Neurodiversität, Teilhabe und gesellschaftliche Verantwortung gesprochen werden kann.
Nach einer kurzen Begrüßung eröffnete das Panel eine vielschichtige Diskussion, die deutlich machte: Trotz wachsender Aufmerksamkeit bestehen sowohl in Deutschland als auch international weiterhin strukturelle Hürden, insbesondere in den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig wurde betont, wie wichtig ein Perspektivwechsel hin zu einem differenzierten Verständnis von Autismus im Sinne der Neurodiversität ist.
Mit Wilfried Oellers (Mitglied des Deutschen Bundestages, Mitglied des parlamentarischen Ausschusses für Arbeit und Soziales und Beauftragter des Fraktionsvorsitzenden für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen), Melanie Matzies (Mitglied des Landtags Brandenburg und Autorin) und Stephanie Fuhrmann (Management und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei White Unicorn e.V.) kamen Stimmen aus Politik, Praxis und Zivilgesellschaft zusammen, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten. Der ursprünglich angekündigte Beitrag von Dr. Mark Hughes (Awsaj Academy, Qatar) konnte leider nicht stattfinden, was von allen Beteiligten sehr bedauert wurde.
Die Diskussion entwickelte sich schnell zu einem lebendigen und direkten Austausch über bestehende Herausforderungen – insbesondere im Bildungsbereich, im Arbeitsleben sowie im gesellschaftlichen Umgang mit Menschen im Autismus-Spektrum. Deutlich wurde dabei, dass trotz zunehmender Sichtbarkeit weiterhin strukturelle Defizite bestehen und inklusivere Ansätze dringend weitergedacht werden müssen.
Im Anschluss an das Panel wurde der Raum für Fragen und Anregungen aus dem Publikum geöffnet – und intensiv genutzt. Die Beiträge aus dem Publikum griffen die diskutierten Themen auf, erweiterten sie um persönliche Perspektiven und unterstrichen einmal mehr die Relevanz des Themas. Der Austausch entwickelte sich zu einem echten Dialog, der die Veranstaltung inhaltlich nochmals vertiefte.
Der Roundtable zeigte eindrücklich, wie groß das Interesse an einem offenen, differenzierten Austausch zum Thema Autismus ist und wie wichtig es ist, diesen Dialog weiterzuführen.































































